Anwendungsvirtualisierung, Internet der Dinge und Cloud Computing, Blog von Sacha Thomet

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Windows App auf dem iPhone mit Maus-Support und das Problem mit dem Auto-Lock

Stell dir vor: das Zimmer, das du normalerweise als Homeoffice nutzt, dient gleichzeitig als Gästezimmer, und dein Gast schläft dort um 7 Uhr morgens noch tief und fest. Du musst aber trotzdem arbeiten. Also greifst du zum iPhone, zur Surface Arc Mouse, zum Logitech K830 Keyboard, startest die Windows App, spiegelst alles per AirPlay auf den Wohnzimmer-TV und hast plötzlich einen vollwertigen Windows-Desktop auf dem Sofa. Ganz ohne Laptop.

Das war mein Setup heute Morgen. Die Surface Arc Mouse habe ich gestern erhalten, gleich mit dem Setup gespielt und dabei auch direkt den Firmware-Update-Prozess durchlaufen. Es funktioniert überraschend gut, sobald man das Sleep-Problem gelöst hat.

Was dieser Beitrag zeigt: Das Einrichten der Surface Arc Mouse mit der Windows App auf iOS (aktuell im Preview!), das nervige Einschlafen des Bildschirms sobald man Maus und Keyboard statt dem Touchscreen benutzt, und ein paar Workarounds dazu.

Teil 1: Surface Mouse auf iOS. Preview, aber es funktioniert.

Microsoft hat die Surface Mouse-Unterstützung still und leise in die Windows App auf iOS eingebaut. Das Feature befindet sich aktuell im Preview und wird nur für bestimmte Geräte und Firmware-Versionen unterstützt. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Einrichtung.

Unterstützte Geräte

  • Surface Mouse
  • Surface Arc Mouse

Voraussetzungen

  • iPhone 15 oder neuer mit aktiviertem Bluetooth
  • Ein Windows-PC mit den neuesten Windows-Updates
  • Eine unterstützte Surface Mouse

Schritt 1: Firmware-Update (nicht vergessen)

Bevor überhaupt etwas funktioniert, braucht die Maus ein Firmware-Update. Und hier eine freundliche Erinnerung an alle Apple-Fans: Das Update lässt sich ausschliesslich über einen Windows-PC durchführen. Nicht iPhone. Nicht iPad. Windows. Ihr wurdet gewarnt.

Die benötigten Firmware-Versionen und Download-Links für Surface Mouse und Surface Arc Mouse sind in der Microsoft-Dokumentation aufgeführt. Das MSI-Paket im Administrator-Modus auf einem Windows-PC ausführen, die Maus per Bluetooth verbinden und dann 10 Minuten lang gar nichts tun. (Ja, wirklich. Zehn Minuten. Firmware hat es nicht eilig.)

Schritt 2: Mit dem iPhone koppeln

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Den Bluetooth-Knopf an der Maus drücken, um den Pairing-Modus zu aktivieren.

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Auf dem iPhone: Einstellungen > Bluetooth und die Maus aus der Liste der verfügbaren Geräte auswählen.

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Verbindung bestätigen. Das war’s.

Schritt 3: In der Windows App verwenden

Die Windows App öffnen, eine AVD- oder Cloud-PC-Session starten, und die Maus wird automatisch erkannt. Keine weitere Konfiguration notwendig. In der Remote-Session erscheint ein echter Windows-Cursor. Es fühlt sich tatsächlich an wie am Schreibtisch sitzen.

Randnotiz für Android-Nutzer: Auf Android funktioniert das Verbinden einer Bluetooth-Maus mit der Windows App einfach. Kein Firmware-Tanz, kein Preview-Flag, kein Windows-PC als Voraussetzung. Das hat schon seit Jahren funktioniert. Apple, bekannt für sein nahtloses Nutzererlebnis, benötigt ein unterstütztes Gerät, eine spezifische Firmware-Version, einen Windows-PC für das Firmware-Update und ein Feature, das sich noch im Preview befindet. Fortschritt!

Teil 2: Das Problem. Das iPhone schläft ein.

Hier ist der Haken, den niemand erwähnt. Wer Maus und Keyboard für die Remote-Session nutzt, berührt den iPhone-Bildschirm nicht. Und iOS sieht in seiner unendlichen Weisheit keinerlei Bildschirmaktivität und sperrt den Bildschirm nach dem Auto-Lock-Timeout.

Die AVD-Session läuft weiterhin auf dem Server. Aber man schaut auf den Sperrbildschirm. Alle paar Minuten.

Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen. SimplyMac bietet eine gute Übersicht aller Optionen: How to Keep an iPhone from Sleeping. Hier sind die praktischsten für unseren AVD-Use-Case:

Option A: Maus bewegen? Geht, aber will ich das wirklich???

Ja das geht, in meinem Fall darf ich einfach die Maus nicht länger als 30 Sekunden in Ruhe lassen, sonst sperrt es… nicht praktikabel

Option B: Auto-Lock auf Maximum verlängern

Standardmässig sperrt iOS den Bildschirm nach 30 Sekunden Inaktivität. Unter Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Automatische Sperre kann man das auf „NIE“ einstellen oder in meinem Fall, da mein Gerät mit MDM Policies konfiguriert ist, auf maximal 5 Minuten verlängern. Das gibt etwas mehr Spielraum, löst das Problem bei längeren Sessions aber nicht vollständig.

Sicherheitshinweis: Je länger der Auto-Lock-Timeout, desto länger bleibt das iPhone entsperrt und zugänglich, wenn man es unbeaufsichtigt lässt. Im Heimumfeld ist das meist kein Problem, aber in öffentlichen oder geteilten Räumen sollte man das im Hinterkopf behalten.

Option C: Geführter Zugriff (Guided Access)

Ein iOS-Bedienungshilfen-Feature, das das iPhone auf eine einzelne App beschränkt und den Bildschirm am Einschlafen hindert. Aktivierung unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Geführter Zugriff, dann dreifach auf den Seitenknopf klicken, wenn die Windows App offen ist. Etwas mehr Aufwand beim Einrichten, aber zuverlässig für längere Sessions.

Option D: iOS Shortcuts-Automation (für Fortgeschrittene)

Wer es vollautomatisch möchte: Mit der Kurzbefehle-App lässt sich eine Automation erstellen, die die automatische Sperre auf „Nie“ setzt, wenn die Windows App geöffnet wird, und beim Schliessen wieder auf den normalen Wert zurücksetzt. iOS Kurzbefehle unterstützt App-öffnen- und App-schliessen-Trigger, ein elegantes Zwei-Automationen-Setup für alle, die sich mit der Kurzbefehle-App auskennen.

Meine Empfehlung: Für kurze Sessions ist Option B (auf Maximum verlängern) die schnellste Lösung. Wer etwas Dauerhafteres und Eleganteres möchte, ist mit Option D über Shortcuts-Automationen gut bedient. Etwas Einrichtungsaufwand sollte man aber einplanen.

Hey Microsoft, noch eine Sache

Liebes Windows App-Team, zunächst: tolle Arbeit, dass ihr die Surface Mouse-Unterstützung in die iOS-App gebracht habt, auch wenn es noch ein Preview ist. Das ist wirklich nützlich. Eine kleine Anregung für die finale Version: eine „Stay Awake“-Option direkt in die App integrieren. Ein einfacher Schalter in den Einstellungen, „Bildschirm während der Session wach halten“, würde das Gesamterlebnis abrunden. Mein MS Teams am iPhone schliesst sich ja während einem Call auch nicht, da muss es was geben. Da es sich noch um einen Preview handelt, bin ich zuversichtlich, dass solche Feinheiten vor dem GA-Release kommen. Ich freue mich darauf!

Bis dahin: Auf 5 min stellen und ab und zu den Touchscreen betatschen und das Wohnzimmer-Office-Setup geniessen. Der schlafende Gast ist optional, ist aber ein guter Grund mit diesem Anwendungsfall zu bluffen.

Microsoft Teams auf dem Mac in AVD / Windows 365: SlimCore-Optimierung jetzt in Public Previev

Wer mich kennt, weiss: Ich nutze seit 2006 privat ausschliesslich Mac. Nicht weil ich ein Apple-Fanboy bin, sondern weil es für mich schlicht das bessere Werkzeug ist. Und wer sich in der EUC-Welt auskennt, weiss auch, dass das nicht immer einfach war. macOS hat neue Features immer etwas später erhalten. Mit Lösungen wie Microsoft Azure Virtual Desktop (AVD) oder Windows 365 lässt sich auch vom Mac aus gut auf Unternehmensumgebungen zugreifen, und auch hier hat sich das in den letzten Monaten massiv verbessert.

Aber bei Microsoft Teams in der VDI-Umgebung hatte ich mit dem Mac immer leicht das Nachsehen. Unter Windows funktionierte die Teams-Optimierung mit AVD seit Jahren solide. Auf dem Mac hingegen lief man auf die ältere WebRTC-basierte Optimierung, ohne die neueren Features, die Windows-Nutzer längst kannten. Dieses Ungleichgewicht ändert sich jetzt, zuerst als Public Preview.

Was steckt dahinter?

Mit der neuen VDI-Lösung für Teams (intern auch „VDI 2.0“ genannt) hat Microsoft die bestehende WebRTC-Optimierung durch eine neue Medien-Engine namens SlimCore ersetzt. SlimCore ist dieselbe Engine, die bereits im nativen Teams-Desktop-Client für Windows steckt. Das Ziel ist klar: echte Feature-Parität zwischen dem nativen und dem virtualisierten Teams-Client, unabhängig vom Endgerät.

Für Windows-Endpunkte ist SlimCore seit Ende 2024 generell verfügbar. Seit Frühjahr 2026 befindet sich die Unterstützung für macOS-Endpunkte in der offiziellen Public Preview, für AVD- und Windows 365-Umgebungen.


Die offizielle Referenz dazu: Microsoft 365 Roadmap ID 502524 sowie die Microsoft Learn Dokumentation zur neuen VDI-Lösung.

Wichtig: MAU-Version, nicht der App Store

Hier gibt es eine Besonderheit, die leicht übersehen wird:

Nur die MAU-Version (Microsoft AutoUpdate) der Windows App für Mac wird unterstützt. Die Version aus dem Apple App Store enthält das notwendige Plugin nicht und bleibt damit bei der Legacy-WebRTC-Optimierung.

MAU steht für Microsoft AutoUpdate, den Update-Mechanismus von Microsoft für macOS-Apps. Die MAU-Version der Windows App wird direkt von Microsoft bezogen, nicht über den App Store. Wer bisher die App Store-Version nutzte, muss für die neue Optimierung wechseln. Die Mindestversion ist Windows App für Mac 11.3.2.

Voraussetzungen im Überblick

Komponente Mindestversion
Windows App für Mac (MAU-Version) 11.3.2
Microsoft Teams im AVD/W365 24193.1805.3040.8975

Public Preview aktivieren: Admin-Schritte

Die Aktivierung der Public Preview erfolgt über eine Teams Update Policy im Teams Admin Center, derselbe Mechanismus, der für alle Teams-Vorschau-Features verwendet wird.

1

2
Navigieren zu Teams > Teams-Updaterichtlinien

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Bestehende Richtlinie auswählen oder eine neue erstellen (für Pilotgruppen empfohlen)

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Unter Teams-Vorschaufeatures anzeigen die gewünschte Option setzen: „Benutzer können sich anmelden“ (User aktivieren es selbst) oder „Für alle aktiviert“ (automatisch für alle Nutzer in der Richtlinie)

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Richtlinie speichern und den gewünschten Benutzern zuweisen

Enduser-Schritt (wenn „Benutzer können sich anmelden“ gesetzt ist): In Teams unter ... > Einstellungen > Info über Teams > Frühzeitiger Zugriff aktivieren und Teams neu starten.

Wie erkenne ich, ob die Optimierung aktiv ist?

Im virtualisierten Teams-Client unter ... > Einstellungen > Info über Teams:

AVD SlimCore Media Optimized

Neue Optimierung aktiv. Alles gut.

⚠️

AVD Media Optimized

Legacy WebRTC-Optimierung aktiv. Noch nicht auf SlimCore umgestellt.

AVD Media not connected

Keine Optimierung aktiv.

Neuere Teams-Versionen zeigen zudem einen VDI-Statusindikator direkt oben links in der Benutzeroberfläche, kein Suchen mehr in den Einstellungen.

Fazit

Für Mac-Nutzer in AVD/Windows 365-Umgebungen ist das ein echter Fortschritt. Die SlimCore-Optimierung bringt Features wie 1080p-Video, Gallery View 3×3/7×7, Hardware-Beschleunigung und deutlich bessere Performance, alles Dinge, die Windows-Nutzer schon kannten. Dass das nun auch für den Mac kommt, freut mich persönlich sehr.

Es ist vorerst eine Public Preview, also mit entsprechender Erwartungshaltung testen. Aber der Weg stimmt.

Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen von Microsoft.

Von der OnPremises VDI zur Cloud VDI, was darf es denn sein? Ein Schnellstart zu den unterschiedlichen VDIs in der Azure Cloud

Aktuell stellt sich für immer mehr Firmen die Frage, ob sie weiterhin traditionell ihre VDI on‑premises zur Verfügung stellen oder ob diese zukünftig aus der Cloud bereitgestellt werden sollten.
Die EUC‑Welt ist im Umbruch, und es gibt heute weit mehr ernstzunehmende Alternativen als nur ein oder zwei grosse, etablierte Hersteller. Oder vielleicht ist das auch meine persönliche Meinung, nachdem ich ein bisschen aus meiner Bubble herausgekommen bin – aber ich denke, es gibt neue Bedürfnisse, und der Markt versucht nun, diese abzudecken.

Ich bin ein jahrelanger „Citrix‑Tech-Evangelist“ und auch heute noch absolut von deren Technologie überzeugt. Für mich steht fest, dass Citrix als Unternehmen die leistungsstärksten Applikations- und Desktopvirtualisierungen entwickelt hat. Dennoch holt die Konkurrenz auf, und es muss nicht für jeden Kunden das Nonplus-ultra sein. Die Firma, bei der ich tätig bin, setzt nach und nach mehr auf Microsoft und verfolgt seit Jahren eine Cloud‑Strategie.
So ist es naheliegend, dass die Option, on‑premises VDIs durch eine Microsoft Azure VDI‑Lösung zu ersetzen, in Betracht gezogen werden muss.

Unter den Leser dieser Seite gibt es eventuell auch welche die bereits mal in den letzten zwei Jahren in den Genuss kamen, den Vortrag von Fabian Tschanz, Stefan Moser und mir an einem der Events (z. B. am Workplace Ninja Summit oder an der E2EVC) zu hören – wissen, dass wir für unsere Entwickler bereits auf „grüner Wiese“ mit Microsoft AVD Single Session als Entwickler‑VDI ein Projekt durchgeführt haben.
Nun ist die Welt einfach, wenn man auf grüner Wiese startet; muss man jedoch Bestehendes ablösen, gestaltet sich das aufgrund der bestehenden und teils ungenannten Requirements als schwierig. Manchmal wird eine Lösung für einen Zweck gebaut und dann für etwas anderes genutzt – etwas, das die Plattformentwickler nicht auf dem Radar hatten – sodass sie bei einer Migration verloren geht. Also muss auch hier noch einmal Requirements Engineering betrieben werden.

Windows 365 Frontline und/oder AVD Multi‑Session. Und was ist Windows 365 Frontline im Shared Mode?

Wir wollen also als Nächstes die Use Cases abdecken:

  • dedizierte VDI für Power User mit speziellen Bedürfnissen (meistens ohne Firmengerät) und
  • die Nutzer der gepoolten VDIs, die die VDI gelegentlich nutzen und eventuell auch ein Firmengerät haben.

Nun bietet Microsoft viele Lösungen, und es kommen immer noch neue Flavors dazu. Was ist denn nun das Richtige?


Windows 365? Microsoft Azure Virtual Desktop? Ach, damit noch nicht genug – es gibt noch Also, ich versuche das mal ein bisschen auseinanderzunehmen. Als ich jemandem On‑Prem, IaaS, PaaS und SaaS erklären musste, half mir jeweils das Pizza‑Modell (siehe Bild rechts), das Albert Barron, Global Principal Architect, Financial Services bei Google, in einem LinkedIn‑Post von 2014 erklärt hat.

Ich möchte nicht behaupten, so clever und gut im Erklären zu sein wie Barron, aber ich versuche, die Microsoft Azure VDIs – also alles, was oben aufgezählt wurde – ein bisschen aufzuteilen. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um verschiedene Mixturen aus PaaS und SaaS.


Windows 365 (Cloud PC)

  • Vollständiger, persistenter Cloud‑PC für jeden Nutzer
  • Feste Zuweisung von Ressourcen (dedizierte VM)
  • Integriert mit Microsoft Endpoint Manager (Intune) für Verwaltung
  • Einfache Einrichtung ohne komplexe Infrastruktur

🍕Im Pizza‑Modell würde ich sagen: Das ist wie auswärts essen in einem Restaurant, das immer Platz für mich hat – am für mich dedizierten Tisch steht mein Name. Ich kann die Pizzen aus der Speisekarte in definierten grossen Grössen wählen. Wenn ich ein Rezept liefere, wird auch diese Pizza für mich nach meinen Wünschen belegt und gebacken.

Windows 365 Frontline (Dedicated)

  • Speziell für Schichtarbeiter oder für geteilte Nutzung konzipiert
  • Jeder Benutzer hat eine dedizierte VM, die nur während der Arbeitszeit genutzt wird
  • Lizenzierung auf Basis gleichzeitiger Nutzung (nicht pro Benutzer)
  • Automatisches Herunterfahren ausserhalb der Schichtzeiten, um Kosten zu sparen

🍕Im Pizza‑Modell würde ich sagen: Das ist wie auswärts essen in einem Restaurant, in dem sich mehrere Parteien abwechselnd einen Tisch teilen – jeden Tag kann der Tisch dreimal verkauft werden. Ich kann die Pizzen aus der Speisekarte in definierten grossen Grössen wählen. Wenn ich ein Rezept liefere, wird auch diese Pizza für mich nach meinen Wünschen belegt und gebacken.

Mehr Infos zu Frontline hier: Mehr Infos zu Frontline dedicated hier: https://learn.microsoft.com/en-us/windows-365/enterprise/introduction-windows-365-frontline#windows-365-frontline-in-dedicated-mode

Windows 365 Frontline (Shared)

  • Mehrere Benutzer teilen sich denselben Cloud‑PC
  • Speziell für Umgebungen mit geteilten Arbeitsplätzen (z. B. Callcenter)
  • Kosteneffiziente Nutzung, da keine dedizierte Maschine pro Benutzer nötig
  • Ressourcen werden dynamisch zugewiesen

🍕 Im Pizza‑Modell würde ich sagen: Das ist wie auswärts essen in einem Restaurant, in dem sich mehrere Parteien abwechselnd einen Tisch teilen – jeden Tag kann der Tisch dreimal verkauft werden. Die verschiedenen Parteien müssen alle dieselbe Pizza in der gleichen grossen Grösse essen. Ich kann die Pizzen aus der Speisekarte in definierten grossen Grössen wählen. Wenn ich ein Rezept liefere, wird auch diese Pizza für mich nach meinen Wünschen belegt und gebacken.

Mehr Infos zu Frontline shared hier: https://learn.microsoft.com/en-us/windows-365/enterprise/introduction-windows-365-frontline#windows-365-frontline-in-shared-mode-preview

AVD (Azure Virtual Desktop) Single Session

  • Jeder Benutzer hat eine eigene VM (ähnlich wie bei Windows 365, aber flexibler)
  • Unterstützung für verschiedene VM-SKUs (angepasste Leistung)
  • Verwaltung über Azure Resource Manager, nicht Intune
  • Lizenzierung über bestehende Microsoft 365 Lizenzen oder separate Windows-Lizenzen

🍕 Im Pizza‑Modell würde ich sagen: Das ist wie auswärts essen in einem Restaurant, das immer Platz für mich hat – ich kann bestimmen, wie der Tisch gedeckt ist und wie gross er sein soll. Auch bei der Pizza bin ich flexibler: Sie muss nicht zwingend rund sein, ich kann sie auch viereckig machen. Wenn ich mich dumm anstelle, wird die Pizza extrem teuer und ich kann sie gar nicht mehr vollständig essen – oder sie ist so klein, dass ich weiter Hunger habe.

AVD (Azure Virtual Desktop) Multi Session

  • Mehrere Benutzer teilen sich eine einzige VM (Windows 10/11 Multi Session)
  • Ideal für Unternehmen mit vielen gleichzeitigen Nutzern (z. B. Remote-Arbeitsplätze)
  • Ressourcen werden flexibel zwischen den Benutzern aufgeteilt
  • Kosteneffizienter als Single Session, da weniger VMs nötig werden

🍕 Ähnlich wie bei AVD Single Session, aber ich kann auch mehrere Personen gleichzeitig von einer Pizza essen lassen – so kann ich effizient eine Pizza herstellen. Der Pizzaiolo muss dann nur eine Pizza backen und wir brauchen nur einen Tisch, aber acht Leute werden satt. Es müssen aber alle acht dieselbe Pizza-Art essen. Ich kann viele Tische mit 8 Personen die gemeinsam eine Pizza essen machen. Ich habe viele Anpassungsmöglichkeiten für das lokal und die Tische.

Mehr Infos zu AVD MultiSession hier: https://learn.microsoft.com/en-us/mem/intune/fundamentals/azure-virtual-desktop-multi-session

Also gut, und was ist nun das Richtige? Das kommt nun eben ganz auf die Bedürfnisse an – es gibt keine falsche Lösung, vielleicht passt die Lösung einfach nicht zu dem Problem, aka Herausforderung oder Use Case.

Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten wohl die flexibleren Lösungen mit Azure Virtual Desktop in den Ausprägungen Single Session und Multi Session anschauen, und ich bin sicher, dass ich auch hier noch vor einigen Entscheidungen stehe …